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Brühlstraße

Diese Straße wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Früher war sie ein schmaler Zugangsweg zum Brühl, daher der Name. Im Jahre 1920 wurde sie nach dem, damals im Amt befindlichen, Oberbürgermeister in „Bansistraße“ umbenannt. Ernst Bansi wurde im Juni 1895 als Bürgermeister in Quedlinburg gewählt. Seit dem Jahre 1900 war er Oberbürgermeister, bis zum 29. September 1924. 1922 wurde er Ehrenbürger der Stadt. Am 27. Juni 1950 wurde die Straße auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wieder zur „Brühlstraße“ umbenannt. Das Wort Brühl bedeutet eine sumpfige, mit Büschen bewachsene Wiese. Der Brühl ist in seinem Ausmaß wesentlich größer gewesen. In seiner ersten Anlage gehörte er zum Kloster St. Wiperti. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1179. Zur Zeit der Reformation wurde das Wiperti Kloster aufgelöst und der Besitz fiel an das Stift. Im Jahre 1685 gestaltete die Äbtissin Anna Dorothea, Herzogin von Sachsen Weimar, den Brühl so um, wie wir ihn bis heute noch kennen. Später wurden noch einige Diagonal- und Seitenwege angelegt. Nach der Auflösung des Stiftes 1803 wurde der Brühl königlich-preußisches Eigentum. 1817 wurde durch Friedrich-Wilhelm III. der Brühl der Stadt Quedlinburg übergeben. Drei interessante Denkmäler stehen im Brühl: das Klopstock-Denkmal, welches durch Karl-Friedrich Schinkel geschaffen wurde und das 1865 geschaffene Ritterdenkmal von Sieger. Am Eingang des Brühls, am Wasserwerk, steht das Denkmal des ehemaligen Oberbürgermeisters Dr. Gustav Brecht, geschaffen von R. Anders. 1906 wurde es aufgestellt.