Bürgerradio

Die zwei Formen

In Deutschland unterscheidet man zwei Formen von Bürgerfunk, oder auch nichtkommerziellem Lokalfunk; Den offenen Kanal und das nichtkommerzielle Lokalradio. Der Unterschied zwischen diesen beiden Formen ist dem Laien nicht sofort erkenntlich. Also versuchen wir hier einmal die Unterschiede zu umreißen:

Im Offenen Kanal (OK)

sollen und dürfen alle Bürger ans Mikrofon. Das Programm unterliegt in der Regel keiner redaktionellen Kontrolle, d.h. es besitzt keine Struktur. Die Verantwortung liegt unmittelbar bei demjenigen, der die Sendung macht. Bei jedem OK gibt es jedoch Mitarbeiter, die dem Bürger auf Wunsch, journalistische, dramaturgische oder technische Unterstützung anbieten. Nutzer des Offenen Kanals kommen in der Regel mit vorbereiteten Beiträgen zum Sender. Bei der Anmeldung für eine Sendung, wird man in einer Liste erfasst, und sobald die nächste Sendung frei ist, geht man On-Air.

Nichtkommerzieller Lokalfunk (NKL)

wird in der Regel von Gruppen oder Institutionen (meist von einem Verein) getragen. Es wird ein eigenes Sendekonzept verfolgt sowie eine gewisse Ausrichtung des Programms angestrebt. Natürlich sind die Bürger aufgerufen, mitzumachen, d.h. Vereinsmitglied zu werden und dann eigene Sendungen zu gestalten. Allerdings wird meist ein Sendekonzept gewünscht und man hat sich üblicherweise redaktionellen Strukturen zu unterwerfen. Das bedeutet, der gleichberechtigte Zugang existiert hier prinzipiell, einer redaktionellen Struktur des Senders muss man sich jedoch anpassen. Der Hörer hat dadurch ein Programm mit wiederkehrenden und festen Sendungen. er weis in der Regel, was im Radio kommen wird.

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