Bürgerradio

Geschichte und Herkunft

Die Entstehung des freien Radios ist verbunden mit wachsenden Bürgerprotesten Ende der 70er Jahre. Man wollte ein Bürgermedium schaffen, das ohne Konkurrenz zu den großen Radio- und Fernsehstationen zu einer kommunikativen und kulturellen Bereicherung einer der ersten Sender: Radio Dreyeckland der Medienlandschaft führt. Vor allem im regionalen und lokalen Bereich. Außerdem sollten die Bürgerradios auch eine Art Gegenöffentlichkeit ermöglichen. Das bedeutet, dass die Bürgerradios nicht mit gleichen Inhalten und Themen wie große Stationen sondern auch mit der genau entgegen gesetzten Zielstellung hinterfragen sollten. Wird etwas bei den "Großen" so dargestellt, so sehen die "Kleinen" das anders. Der Hörer kann sich dann die eigene Meinung besser bilden.

Erfolgsgeschichte in Deutschland
 

Circa 70 Offene Kanäle und ca. 30 nichtkommerzielle Lokalsender, also Bürgerradios, gibt es schon länger in Deutschland. Dabei reicht die Palette von dem 1000 Einwohner zählenden Ort Echtershausen bis zur Millionenstadt Berlin. Hier wird überall in Eigeninitiative und Eigenverantwortung Radio oder Fernsehen gemacht. Die Finanzierung erfolgt durch Rundfunkgebühren, lokale Förderer, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Es sollen vor allem diejenigen zum Zuge kommen, die zu speziellen Gruppen gehören und die bei großen Radiostationen nicht zu Wort kommen.

radio hbw Sendestudio A

Aussichten

Seit Anfang der 80er gibt es nun schon Bürgerradios und damit jede Menge Erfahrungen. Es zeichnet sich klar ab, dass diese kleinen Sender vor allem beim Tagesgeschehen vor Ort, bei der lokalen Kultur und bei der Heimatverbundenheit die Nase vorn haben können. Wichtig ist immer auch ein qualitativ gutes Programm und die Verbundenheit zu den jeweiligen Sendegebieten. In Zukunft ist wohl eine der großen Herausforderung für alle Lokalen Sender die Umstellung auf digitalen Radio- oder Fernsehfunk.

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