Gremien und Abteilungen

Technik

Die Sendetechnik im Funkhaus von „hbw“ ist ein sehr interessantes aber auch komplexes Thema. Sie ist in verschiedenen Bereichen des Hauses untergebracht, je nach Aufgabe eben.
Beginnen wir unsere Reise zunächst in den Sendestudios, wo zum einen „live“ gesendet wird, zum anderen aber auch Sendungen komplett vorproduziert, Regionalnachrichten, Wetter, Veranstaltungstipps etc. aufgesprochen werden. Hier befindet sich die Technik, auf die der Moderator direkten Zugriff haben muss. Neben dem Mischpult, das zentral angeordnet ist, befinden sich sowohl rechts- als auch linksseitig sog. Zuspieler (CD-Player, MD-Player...). Außerdem enthalten die Studios 2 Computer, die zum einen die Musik, Trailer, Jingles usw. „abfahren“, zum anderen aber auch dem Moderator alle wichtigen Informationen, die er für die Sendung benötigt, anzeigen. Des Weiteren gibt es 2 Mikrofone für den (die) Moderator(en) und einen Gästetisch, der, mit eigenen Mikros ausgestattet, zum Führen von Interviews dient. Der Moderator im Studio hat über eine schalldichte Scheibe Blickkontakt mit dem Techniker in der Programmdirektion, der dafür verantwortlich ist, die Studios aufzuschalten, den Sendepegel zu kontrollieren und Anrufe unserer Hörer entgegenzunehmen, diese gegebenenfalls mit dem Moderator im Studio zu verbinden, um nur einige Aufgaben zu nennen. Weiterhin befindet sich hier ein Rechner, der die sog. Sendeschleife abspielt, also alles, was nicht „live“ gesendet wird. Über dem Regiepult sitzt auch ein Mikro, das für aktuelle „Blitzmeldungen“ vorgesehen ist, die unmittelbar vorher durch Telefon oder E-Mail empfangen wurden.

Sendetechnik

Eher unbemerkt; Die Sendetechnik

Nun gibt es einen Ganzteil Sendetechnik, die „im Hintergrund“ arbeitet, also auf die der Moderator keinen Zugriff hat. Diese befindet sich in einem eigens dafür vorgesehenen Raum. Hier befinden sich Schränke, auch Gestelle genannt, in denen man zum einen Geräte findet, die speziell die Sprache des Moderators bei der Sendung im Pegel (der „Sendelautstärke“) bearbeiten, zum anderen aber auch dazu dienen, das gerade laufende Sendesignal zu kontrollieren und zu bearbeiten. Dazu sind in einem eigenen Gestell eine Vielzahl von Geräten untergebracht, die sowohl für „guten Klang“ sorgen (Effektprozessoren, Bassprozessoren...) aber auch „Regelverstärker“, die ständig vollautomatisch für eine ausgeglichene Sendelautstärke sorgen. Ein beispielsweise versehentlich zu leise gesendeter Titel wird „hochgeregelt“, ohne dass der Moderator oder der Hörer etwas davon bemerkt. Des Weiteren ist in diesem Schrank ein Havariegerät untergebracht, das im Falle eines Sendeausfalls (z.B. durch Computerabsturz) nach einer bestimmten „Ruhezeit“ vollautomatisch ein Notsendesignal aufschaltet und selbsttätig nach Havariebeseitigung wieder auf unser Sendesignal zurückschaltet. Natürlich finden auch Sendepegelbegrenzer und Messinstrumente zur schnellen Kontrolle des Signals hier ihren Platz.

Zuletzt möchte ich noch einen „technischen Leckerbissen“ hier bei uns kurz beschreiben: Wir besitzen ein so genanntes „Musiktaxi“. Dahinter verbirgt sich nicht etwa ein Auto, wie vielleicht viele denken mögen, sondern ein Gerät, welches dazu dient aus allen Bereichen der Welt über „radio hbw“ zu senden. Der Moderator nimmt dazu ein kleines Gerät mit und kann dann vom Standort der Sendung aus alle dafür relevanten Schritte selbst ausführen, also eine komplette Sendung machen, die dann „live“ ausgestrahlt wird.

Ich hoffe nun, dass ich ihnen zumindest einen kleinen Einblick in das doch sehr komplexe Gebiet der Sendetechnik geben konnte. Wenn Sie sich dafür mehr interessieren, dann schauen Sie doch einfach mal bei uns hinein. Wir sind gerne bereit, ihnen Genaueres zu zeigen und zu erläutern.

 
 
Vereins-Vorstand »